Landesrat Max Hiegelsberger mit Elisabeth Köstinger, Abgeordnete zum Europäischen Parlament

Brüssel: Fairness entlang der Wertschöpfungskette gefordert

Landesrat Max Hiegelsberger: „Die Marktmacht des Handels muss eingedämmt werden. Die EU arbeitet an gestärkten Verhandlungspositionen für die Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung.“

Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger traf bei seinem Besuch in Brüssel die EU-Abgeordnete Elisabeth Köstinger und den stellvertretenden Generaldirektor der Landwirtschaftsabteilung der EU-Kommission, Joost Korte. Der Tenor in Brüssel lautete: Wir brauchen eine stärkere Diversifizierung in der Landwirtschaft und ein Gegengewicht zur Marktmacht des Lebensmittelhandels. Es war ein Aufruf zur Marktorientierung, Innovation und Produktentwicklung für veredelte Produkte.

Den Weg dorthin zeichneten Korte und Köstinger über eine gestärkte Position des Landwirts in der Wertschöpfungskette. Die Problematik der Marktmacht des Lebensmittelhandels ist in der gesamten EU bekannt, in Österreich aufgrund der hohen Marktkonzentration allerdings sehr speziell. „Der Lebensmittelhandel schöpft den Großteil der Margen ab, da kann sich die Agrarpolitik bemühen wie sie will. Die niedrigen Milchpreise waren für unsere Konsumentinnen und Konsumenten am Milchregal jedoch nicht zu spüren. Die Verantwortung für den Milchpreis darf nicht an den Molkereien hängen. Wir müssen die gesamte Wertschöpfungskette miteinbeziehen. Der Lebensmittelhandel muss ein fairer Partner der Landwirtschaft und Lebensmittelverarbeitung sein“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.