Die Baumartenvielfalt nimmt zu – Bilanz des intensiven Forstjahres 2020

Landesforstdirektorin DI Elfriede Moser und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger freuen sich über 15 Millionen gesetzte Bäume in den letzten fünf Jahren. Fotoquelle: Land OÖ/ Sabrina Liedl

Landesforstdirektorin DI Elfriede Moser und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger freuen sich über 15 Millionen gesetzte Bäume in den letzten fünf Jahren.
Fotoquelle: Land OÖ/ Sabrina Liedl

 

Die Schadholzmengen infolge Borkenkäfer, Sturm und Schneedruck betrugen in den letzten fünf Jahren über acht Millionen Festmeter. Daraus resultierten große Kahlflächen in den heimischen Wäldern. Die Schadhölzer wurden von den Waldeigentümer/innen überwiegend rasch aufgearbeitet. Vom Forstdienst und den Forstbehörden ergingen mehr als 17.000 Aufforderungen zur Borkenkäferbekämpfung. Die Gefahr durch den Borkenkäfer ist noch nicht gebannt, er ist mittlerweile in den Schutzwald der Gebirgsbezirke vorgedrungen.
Erfreulich ist, dass die Schadflächen mit Mischbaumarten wieder aufgeforstet wurden. Der ökologisch wertvolle Laubwaldanteil hat sich bei den geförderten Aufforstungen deutlich erhöht, Eiche, Buche und Bergahorn führen die Statistik an. Aber auch die wirtschaftlich notwendigen Nadelhölzer wie Tanne, Lärche und Douglasie wurden gepflanzt.

 

Im Jahr 2020 sind, auch begünstigt durch die Witterung in den Sommermonaten, die Schadholzmengen in den Hauptschadensgebieten der vergangenen Jahre deutlich rückläufig. Der Borkenkäfer gibt sich aber keinesfalls geschlagen „Wir gehen für das Jahr 2020 gegenüber Normaljahren von deutlich erhöhten Schadholzmengen von mindestens 600.000 Festmeter aus. Die Situation ist nach wie vor angespannt, weil sich der Borkenkäferbefall in Richtung Gebirge und Schutzwald verlagert. Es müssen daher die Wälder auch über die Wintermonate sorgfältig auf Borkenkäferbefall überprüft werden und Befallsherde sauber aufgearbeitet werden“, appelliert LR Max Hiegelsberger.

Die Schadhölzer wurden von den Waldeigentümer/innen überwiegend rasch aufgearbeitet. Die Forstaufsicht durch den Forstdienst des Landes hat der Schadholzaufarbeitung durch forstbehördliche Aufforderungen ebenfalls enormes Augenmerk gewidmet. So wurden in den letzten fünf Jahren insgesamt rund 17.000 und jährlich durchschnittlich rund 3.500 forstbehördliche Aufforderungen zum Entfernen von Borkenkäferholz erteilt und alle wirksamen Maßnahmen ergriffen, um die Borkenkäfer-Massenvermehrung zu verhindern oder einzudämmen.