Digital trifft auf Regional – Innovative Nahversorger-Abholstation eröffnet in St. Florian

Die Landesräte Max Hiegelsberger und Markus Achleitner vor der innovativen Nahversorger-Abholstation in St. Florian mit den Lieferanten (von links) Gabriele Wild-Obermayr (Gemüsehof Wild-Obermayr), Alfred Heinisch (Nah&Frisch Heinisch) und Barbara Wallisch (Wurm Fruchtveredelung).

Die Landesräte Max Hiegelsberger und Markus Achleitner vor der innovativen Nahversorger-Abholstation in St. Florian mit den Lieferanten (von links) Gabriele Wild-Obermayr (Gemüsehof Wild-Obermayr), Alfred Heinisch (Nah&Frisch Heinisch) und Barbara Wallisch (Wurm Fruchtveredelung).
Fotos: Land Oberösterreich/ Sabrina Liedl, Verwendung mit Quellenangabe

 

Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig die Nahversorgung mit den wichtigsten Gütern des täglichen Bedarfs ist. Regionale Wirtschaftskreisläufe vom Landwirt bis hin zum Handel sichern auch in Zeiten eingeschränkter Mobilität die Versorgung. Um die Angebote regionaler Produzenten und Händler gebündelt zum Konsumenten zu bringen, startet nun ein neues Projekt in der Gemeinde St. Florian. Der „digitale Marktplatz“, eine Nahversorger-Abholstation, ermöglicht den Komfort einer Bestellung per Telefon oder digital und die Abholung direkt im Ort. Regionale Direktvermarkter genauso wie ein örtlicher Nah&Frisch-Händler und eine Apotheke sind im Lieferanten-Pool.

Digital trifft auf regional

Die aktuell notwendige Schließung des Handels für alle Produkte abseits des täglich Notwendigen verstärkt die Tendenz der Konsumentinnen und Konsumenten, Einkäufe online zu erledigen. Am meisten profitieren von diesem Trend die Riesen der Branche wie Amazon oder Zalando. Regionale Händler und Produzenten, besonders auch im Lebensmittelbereich, können nur selten mit den Services und der Sortimentsbreite der etablierten Branchenführer mithalten. Vor allem die Convenience, also der Komfort der digitalen Bestellmöglichkeit plus Hauszustellung, ist ein wichtiger Anreiz für den digitalen Einkauf. Fehlendes Wissen um die Produktherkunft und das enorm zunehmende Paketaufkommen sind die Kehrseite dieses Trends. Um auch Angebote von regionalen Händlern und landwirtschaftlichen Direktvermarktern leicht zugänglich zu machen und gleichzeitig den Logistikaufwand zu verringern, wurde das Projekt „digitaler Marktplatz“ ins Leben gerufen.

Abwicklung online über digitalermarktplatz.com

Die Nutzung der Nahversorger-Station erfordert sowohl von LieferantInnen als auch Kundinnen eine Anmeldung auf der Webadresse https://www.digitalermarktplatz.com. Dieses Web-Portal dient als zentraler Informationspunkt für sämtliche Information für Lieferanten, Kunden und zu den verfügbaren Standorten. Interessierte Lieferanten wenden sich am besten gleich an die Vertriebsleitung unter hannes.poecklhofer@outlook.com.

Und so funktioniert es für die LieferantInnen

Jeder Lieferant muss sich erstmalig beim digitalen Marktplatz registrieren. Der Lieferant füllt einen Fragebogen aus und wählt seine gewünschten Optionen für Bestellung, Lieferung und Bezahlung aus. Der Lieferant übermittelt an Variocube Fotos und allgemeine Infos zum Betrieb und den Produkten. Auf Basis dieser Daten wird dann eine Landing Page für den Lieferanten angelegt. digitalerMarktplatz.com bietet auch ein Bezahlsystem an.
Nach einer Bestellung muss die entsprechende Lieferung im System angelegt werden, um den Einlagerungscode zu erhalten. Dann kann die Ware mit diesem Code in einem von der Größe her passendem Fach abgegeben werden. Der/die betreffende Kundin wird vom System informiert und erhält einen Abholcode und optional eine Zahlungsaufforderung.

…und für die Kundinnen

Auf www.digitalerMarktplatz.com einen Lieferanten suchen und die ausgesuchte Ware beim Lieferanten bestellen (Email, Telefon, Webshop, …) Nach dem Erhalt einer entsprechenden Nachricht samt Abholcode öffnet der Code das entsprechende Kästchen. Der/die KundIn entnimmt die Ware und schließt die Tür. Der genaue Ablauf kann je nach Bezahlvariante unterschiedlich sein und wird auf der Homepage detailreich erläutert.