Landwirtschaftliche Flächen für Lebensmittelproduktion sichern – MARKET-Befragung belegt breite Ablehnung von Photovoltaik auf Agrarflächen

Beutelmeyer_Hiegelsberger_Weinberger_c_LandOÖ_Ehrengruber (002)

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Die Landwirtschaft ist direkt abhängig vom Wettergeschehen und spürt daher die Auswirkungen der beginnenden Klimakrise unmittelbar und tagtäglich. Die Temperaturen erhöhen sich bereits merklich, Niederschlagsmuster verändern sich und werden unberechenbarer. „Wie der vor wenigen Wochen erschienene Klimastatusbericht 2020 zeigt, liegt das abgelaufene Jahr trotz des als verregnet wahrgenommenen Sommers in den Top Fünf der wärmsten Jahre seit dem Messbeginn 1768. Nach den extremen Sommern der Vorgängerjahre waren wir letztes Jahr über jeden Tropfen Niederschlag dankbar“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.
Eine bereits feststehende und nicht mehr zu verhindernde Folge des Klimawandels ist, dass die Ertragsfähigkeit der Böden in den traditionellen Kornkammern im Osten Österreichs abnimmt. Der von der AGES erstellte Bericht „Bodenbedarf für die Ernährungssicherung in Oberösterreich“ sagt für Österreich gesamt bis 2065 eine Reduktion der Ertragsfähigkeit um 19 Prozent voraus. Wie die Abbildung 1 zeigt, gibt es aber auch Regionen, deren Ertragsfähigkeit in Zukunft steigen wird, diese liegen zu einem großen Teil in Oberösterreich. „Die Modellrechnungen der Klimaforscher und Agrarwissenschaftler sprechen eine klare Sprache. Oberösterreich trägt in Zukunft eine noch größere Verantwortung für die Lebensmitteleigenversorgung in Österreich. Dem Schutz der Agrarflächen
kommt im Land der Möglichkeiten daher eine überragende Bedeutung zu“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.