Lebensqualität und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Acht LEADER-Projekte sichern Nahversorgung in ländlichen Gemeinden

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Weber, Hiegelsberger, Rabe, Rembart (etwas im Hintergrund), Atzwanger mit MitarbeiterInnen des Lohnsburger Laden.

Für kleinere Gemeinden am Land wird es immer mehr zur Herausforderung, ihre Ortszentren attraktiv zu halten. Die dafür notwendigen Einrichtungen wie Gasthäuser, Lebensmittelgeschäft, Post, Bäcker und Fleischer reduzieren ihre Öffnungszeiten oder schließen gleich ganz. Besonders Lebensmittelgeschäfte sind nur mehr schwer im Ortsinneren zu halten. Größere Flächenansprüche führen zu Neubauten auf der grünen Wiese weg vom tatsächlichen Wohnort der Menschen und sind nicht mehr fußläufig erreichbar. Dadurch geht ein großer Teil der Begegnungen auf der Straße verloren. „Der Einkauf bei den Nahversorgern im Ort war schon immer mehr als bloß die Abarbeitung einer Einkaufsliste. Mindestens so wichtig ist, dabei auf andere Menschen zu treffen und zu erfahren, was sich im Ort tut. Daher sind belebte Ortszentren so wichtig für ein gute Gemeinschaft“, so Agrar-Landesrat und selbst ehemaliger Bürgermeister Max Hiegelsberger.
Um dieses Ideal des Nahversorgers als sozialem Treffpunkt im Ort wieder aufleben lassen, wurden die heute präsentierten Projekte ins Leben gerufen. In acht verschiedenen Gemeinden in Oberösterreich (siehe Abbildung 1) haben sich lokale Akteure zusammengefunden und mit LEADER-Projektförderungen einen Nahversorger im mehrfachen Sinn geschaffen. Neben dem Verkauf überwiegend regional produzierter
Lebensmittel gibt es zumeist auch die Möglichkeit, vor Ort einen Kaffee zu trinken. Auch kulturelle Angebote wie Büchertauschecken finden hier ihren Platz. Die Menschen in den betroffenen Gemeinden nutzen die Möglichkeiten des LEADER-Ansatzes für in jeder Hinsicht nachhaltige Projekte. „Der soziale Aspekt der Projekte kommt auch dadurch zum Tragen, dass Arbeitsplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen geschaffen werden. Beim Besuch des Lohnsburger Ladens wurde die Freude der Menschen, im Laden für die Einkaufenden da zu sein, deutlich spürbar. Anhand dieser Projekte wird aber auch ersichtlich, wie LEADER unsere ländlichen Regionen wirtschaftlich beflügelt. Im Schnitt wurden bei den acht vorgestellten Projekte knapp 150.000 Euro investiert, gut 60.000 Euro davon öffentliche Förderung“, so Landesrat Max Hiegelsberger.
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