Mobile Schlachtanlagen – Startschuss in Oberösterreich

HR Gruber, Landesrat Max Hiegelsberger und Landesveterinärdirektor Dr. Thomas HainDie Schlachtung von Tieren am landwirtschaftlichen Betrieb ermöglicht eine weitgehend stressfreie Schlachtung, da diese im gewohnten Umfeld des Schlachttieres beginnt und somit der Lebendtiertransport entfällt. Das Land Oberösterreich ermöglicht und fördert nun mobile Schlachtanlagen als Erweiterung einer bestehenden Zulassung als Schlachtbetrieb (gemäß LMSVG § 10), die Verantwortung für den gesamten Prozess liegt durchgehend beim Schlachtunternehmen. Die vor der Schlachtung erforderlichen Untersuchungen, die Ruhigstellung vor der Betäubung, die Betäubung sowie die Entblutung können daher künftig direkt am Herkunftsbetrieb des Tieres umgesetzt werden.

Der Fokus der mobilen Schlachtung liegt auf der Rinderwirtschaft, die in Oberösterreich einen wichtigen Betriebszweig darstellt. Auf 14.066 Betriebe werden 569.875 Rinder, davon 222.360 Schlachtrinder gehalten. Die Wertschöpfung aus dem Verkauf von Rindfleisch liegt in Oberösterreich jährlich bei rund 280 Mio. Euro. Ein Drittel aller Schlachtungen erfolgt in Oberösterreich.