Gemeinsam gegen die Afrikanische Schweinepest – Novelle des OÖ Jagdgesetzes stärkt Bejagungsmöglichkeiten und Zusammenarbeit in den Revieren

Im Bild (von links): Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Leiterin der Arbeitsgruppe Jagd, Fischerei und Forstrecht in der Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ Mag.a Manuela Kopecky, Vizepräsident der LK OÖ Karl Grabmayr und VÖS-Obmann Walter Lederhilger Foto: LK OÖ/Elisabeth Frei-Ollmann

Im Bild (von links): Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Leiterin der Arbeitsgruppe Jagd, Fischerei und Forstrecht in der Abteilung Land- und Forstwirtschaft des Landes OÖ Mag.a Manuela Kopecky, Vizepräsident der LK OÖ Karl Grabmayr und VÖS-Obmann Walter Lederhilger
Foto: LK OÖ/Elisabeth Frei-Ollmann

 

Aufgrund der zunehmend schwierigen Regulierung des Schwarzwildes und der drohenden Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat das Land Oberösterreich die Schwarzwildbejagung mit Nachtsichtgeräten erlaubt. Die entsprechende Änderung des Jagdgesetzes wurde am 05. März 2020 vom Landtag beschlossen. Die Anwendung von Nachtzielgeräten bleibt auf das Schwarzwild beschränkt und wird nach Ablauf von vier Jahren evaluiert. „Es war mir sehr wichtig, zum Start des neuen Jagdjahres bereits eine praktikable Lösung für unsere Jägerschaft zu haben. Die Schwarzwildbejagung ist aufgrund der Afrikanischen Schweinepest und der Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen eine höchst notwendige, aber auch herausfordernde Aufgabe. Daher braucht es auch in der Bejagung neue Zugänge und Möglichkeiten. Mit der neuen Regelung können unsere Jägerinnen und Jäger ihrer wichtigen Aufgabe der Schwarzwildregulierung effizient nachgehen. Die Vorbeugung der Afrikanischen Schweinepest bleibt in Oberösterreich, dem stärksten Schweine-Produktionsland, Priorität Nummer Eins“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

Klimaveränderung bedingt auch Anpassungen in der Bejagung
Aufgrund der Klimaveränderungen und dem damit einhergehenden Borkenkäferbefall, aber auch aufgrund von Stürmen besteht in Oberösterreichs Wäldern ein enormer Verjüngungsbedarf. Viele Flächen müssen neu aufgeforstet werden und der Wald generell klimatauglich umgebaut werden. Der Wald stellt schließlich eine der wenigen praktikablen Möglichkeiten dar, CO2 dauerhaft der Atmosphäre zu entziehen. Der dafür notwendige Mischwald benötigt aber in der Jugendzeit eine abgestimmte und konsequente Bejagung, um den Verbiss zu minimieren.