Abteilungsleiter HR Mag. Hubert Huber und Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger

Oberösterreichischer Vorsitz der Landesagrarreferenten-Konferenz im ersten Halbjahr 2020 – Schwerpunkte und Zukunftsprojekte

Regionalität ist in aller Munde. Trotzdem finden sich in den Regalen des heimischen Lebensmittelhandels viele Produkte aus weit entfernten Ländern, die auch in Österreich hergestellt werden könnten. Besonders bei saisonalen Produkten wie Obst und Gemüse ist das besonders ärgerlich. Äpfel aus Südafrika während der Apfelernte in der Steiermark sind nicht notwendig und aus Klimaschutzgründen auch höchst bedenklich.

Dabei ist vielen Menschen nicht bewusst, viele Produkten im Ausland unter Bedingungen hergestellt wird, die in Österreich verboten sind. „Strengere Umweltauflagen für die heimischen Bauern ohne entsprechend höhere Produktpreise verdrängen die heimische Lebensmittelerzeugung. In vielen Drittstaaten werden Lebensmittel unter wesentlich niedrigeren Umwelt- und Sozialstandards produziert und landen dann als Billigst- Lebensmittel auf unseren Tellern“, so Hiegelsberger: „Das wachsende Klimabewusstsein bietet eine nie dagewesene Chance, um gemeinsam etwas für heimische Lebensmittel zu tun. Unsere Aufgabe ist es, die Konsumenten für heimische Lebensmittel zu begeistern und ihnen den Mehrwert zu vermitteln, den sie durch den Kauf für sich selbst, ihre Kinder und letztlich auch für unser Klima erwerben.“

Damit dieser Ansatz Erfolg hat, braucht es die verpflichtende Herkunftskennzeichnung bei verarbeiteten Produkten und in der Gemeinschaftsverpflegung sowie CO2-Zölle auf importierte Lebensmittel. Oberösterreich wird den Vorsitz in der Landesagrarreferenten-Konferenz dafür nutzen, diese Gesetzesmaßnahmen voran zu bringen.