Retter in der Not: Land Oberösterreich fördert den Einsatz von sozialen Betriebshelfern mit 330.000 Euro

Landwirtschaftliche Arbeiten bergen oft ein hohes Unfallrisiko. Wenn Arbeitskräfte kurzfristig ersetzt werden müssen, organisiert der Maschinenring Betriebshelfer zur Überbrückung. Die Kosten dafür werden zu einem guten Anteil durch das Land Oberösterreich getragen. Dies trägt maßgeblich zur sozialen Absicherung der landwirtschaftlichen Betriebe bei.

 

Schnelle und kompetente Hilfe

Die Arbeit auf den landwirtschaftlichen Betrieben wird laufend komplexer, die technische Ausstattung der Höfe nimmt zu. Gleichzeitig stehen immer weniger Arbeitskräfte zur Verfügung. Wenn es dann zu einem Unfall kommt und beispielsweise der Betriebsführer mehrere Wochen ausfällt, braucht es entsprechende Fachkräfte für die Arbeiten am Hof. Für diesen Fall stehen ausgebildete Betriebshelfer, angestellt beim Maschinenring, zur Verfügung. Sie finden sich innerhalb kurzer Zeit auf dem Hof zurecht und übernehmen die notwendigen Arbeiten wie die Betreuung der Tiere. Für die Bauernfamilien ist es eine enorme Erleichterung, dass zusätzlich zum Unfall nicht auch noch Probleme bei der Bewirtschaftung auftreten. „Soziale Betriebshelfer sind oftmals Helfer in der Not. Leider passieren vor allem bei der Forstarbeit, aber auch bei anderen landwirtschaftlichen Arbeiten immer wieder Unfälle bis hin zu Todesfällen. Die betroffenen Familien stehen dann schwer unter Druck, weil Kühe weitergefüttert und –gemolken oder Felder geerntet werden müssen. In diesen Situation sind die sozialen Betriebshelfer eine wichtige Stütze und begleiten einen Betrieb durch die schwierigste Zeit hindurch“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.

 

 

2019 haben 719 Betriebe die soziale Betriebshilfe in Anspruch genommen

Damit die soziale Betriebshilfe auch finanziell tragbar wird, fördert das Land Oberösterreich diese Einsätze. Die Gewährung von Kostenzuschüssen erfolgt aus Mitteln des Landes Oberösterreich für Vertretungsdienste für landwirtschaftliche Betriebe in Oberösterreich. Die Abwicklung der Vertretungsdienste – diese umfassen auch Vertretungen in Karenzzeiten – für landwirtschaftliche Betriebe übernimmt der Maschinenring flächendeckend in ganz Oberösterreich. Dementsprechend wird auch der Kostenersatz über den Maschinenring verrechnet. Im Jahr 2019 wurde für die Mitfinanzierung für Vertretungsdienste in Summe für 1087 Betriebe mit Gesamtkosten von  2.291.195 Euro ein Kostenzuschuss von 199.460 Euro gewährt. Davon haben 719 Betriebe Mitteln für den Bereich Soziale Betriebshilfe erhalten.

„Die Aufwendungen für die soziale Betriebshilfe steigen, da die Arbeitsbelastung auf den landwirtschaftlichen Betrieben zunimmt und gleichzeitig weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Ausfälle von Familienangehörigen können daher immer weniger kompensiert werden. Das Land Oberösterreich hat für 2020 öffentliche Mittel in der Höhe von 330.000 Euro für die Betriebshilfe und die Entlastungshilfe beschlossen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur sozialen Absicherung der Betriebe und hilft den Bauernfamilien in schwierigen Situationen entscheidend weiter“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.