DI Dr. Stefan Hörtenhuber, BOKU Wien; Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger; Rupert Bauinger, Geschäftsführer Fixkraft-Futtermittel GmbH und DI Martin Veit, Produktmanagement Rind Fixkraft-Futtermittel GmbH am Gelände der Fixkraft GmbH Fotos: Land OÖ/Daniel Kauder

Richtiges Futter – Impuls zur Erreichung der Klimaziele

Die Land- und Forstwirtschaft ist vom Klimawandel stark betroffen, als Leidtragende und Verursacherin. Die sprichwörtliche „Werkstatt unter freiem Himmel“ spürt die steigenden Temperaturen, zunehmenden Extremereignisse und veränderten Niederschlagsmuster bereits deutlich. Der Sektor trägt aber auch seinen Teil zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. Die Klimarelevanz ist zwar wesentlich geringer als weithin angenommen – dennoch stammen rund zehn Prozent der österreichischen Treibhausgasemissionen, das waren 2018 knapp 8,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, aus der Landwirtschaft (siehe Abbildung 1). Die Bäuerinnen und Bauern haben diese Herausforderung erkannt und arbeiten stetig an der Senkung des Ausstoßes. Seit 1990 konnten die landwirtschaftlichen Treibhausgase um 13,7 Prozent verringert werden, bei zunehmender Produktivität. Aktiven Klimaschutz betrieben die Land- und Forstwirtschaft auch durch die Bindung von CO2 in Form von Biomasse, die im Boden oder in der Vegetation verbleibt.

„Der Klimawandel ist eine wissenschaftliche Tatsache, die grundlegenden physikalischen Abläufe sind Allgemeinwissen. Die genaue Betrachtung einzelner Sektoren wie der Landwirtschaft zeigt aber ein durchaus kompliziertes Bild. Die Landwirtschaft verursacht Treibhausgase, trägt aber auch maßgeblich zur Lösung des Problems bei. Wir müssen daher in allem, was wir tun, noch besser werden und vorhandene Potentiale zur Reduktion von Treibhausgasen nutzen. Die Futtermittel-Experten von Fixkraft zeigen auf, welche Möglichkeiten durch emissionsreduzierende Fütterungskonzepte bestehen. Derartige Innovationen machen es möglich, dass die Emissionen aus der Landwirtschaft weiter abnehmen – und das trotz steigendem Bedarf an Lebensmitteln,“ so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.
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