Start für den oberösterreichischen Gemüsefrühling

Ewald Mayr, Obmann des Verbandes der Obst- und Gemüseproduzenten OÖ, Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Gabriele Wild-Obermayr, Präsident ÖR Ing. Franz Reisecker, Kammerrat und Gemüsebauer Alfred Holzer

 

Ob zu warm oder ob zu kalt, ob zu trocken oder ob zu nass: Die OÖ Gemüsebauern sind gerüstet und starten traditionell Mitte Mai mit einem bewundernswerten Angebot an frischen Vitaminen in die Freiland-Gemüsesaison. Ab sofort gibt es zarten Salat, feines Kohlgemüse, Frischgemüse und Kräuter von heimischen Feldern und auch die „Jungen Eferdinger“ Erdäpfel werden nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

Die Stärken der OÖ Gemüsebauern sind die Artenvielfalt im Anbau, die regionale Vermarktung und die saisonale Verarbeitung. Viele oberösterreichische Gemüsebauern verkaufen ihre Spezialitäten direkt ab Hof bzw. viele auch auf Bauernmärkten. Die Gemüseanbaufläche mit durchschnittlich zehn Hektar je Betrieb ist im Vergleich zu den Hauptgemüseländern in Europa (Holland, Spanien, Italien, etc.) sehr niedrig und ein Zeichen dafür, dass sehr viele dieser Betriebe den Gemüseanbau im optimalen Fruchtwechsel zu anderen Ackerbaukulturen ausüben.

Die 166 OÖ Gemüsebaubetriebe sichern durch ihre Bewirtschaftung und Investitionstätigkeit ca. 500 familieneigene Arbeitsplätze in der Region und beschäftigen rund 800 Arbeitnehmer ganzjährig. „Sie sichern in den nachgelagerten Bereichen der heimischen Wirtschaft sowie im Dienstleistungssektor weitere rund 1.500, vorwiegend oberösterreichische Arbeitsplätze. Weltweit ist der handarbeitsintensive Gemüseanbau auf ausländische Saisonarbeiter und Erntehelfer angewiesen. In OÖ stammen diese hauptsächlich aus den Ländern Polen, Rumänien, aus dem Kosovo und der Ukraine. Der kollektivvertragliche Lohn für diese vollversicherten Landarbeiter in Österreich ist einer der höchsten in Europa und liegt derzeit bei 1.315 Euro brutto monatlich“, so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.